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Gitarre

Die Gitarre ist ein Instrument, das folgende Vorteile aufweist:

  • günstig in der Anschaffung
  • relativ leicht zu lernen
  • transportabel
  • vielseitig (vielsaitig, meistens 6) 😉

Wer sich mit dem Gedanken trägt Gitarre zu lernen, muss sich entscheiden, ob er mit einer akkustischen oder eine E-Gitarre beginnen will. In beiden Fällen sollte man mit einer Investition von ca. 300 bis 500 Euro für den guten Einstieg rechnen.

Das Internet ist voll mit Tipps und Empfehlungen für den Kauf der ersten Gitarre. Ich möchte also hier nicht "das Rad nochmals neu erfinden". Du findest sicher das für dich passende Angebot.

Meine Gitarren

Meine erste Gitarre

Meine erste Gitarre erwarb ich gebraucht von meinem damaligen Ausbilder, der leider schon vor vielen Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam. Er bot mir diese Western-Gitarre mit Stahlsaiten damals um einen Preis von 1300 Schilling an. Als ich sagte, dass ich ja überhaupt nicht spielen kann, versprach er, mir ein paar Griffe zu lehren.

Also saß ich an manchen Abend mit ihm, seiner Frau und seiner 2-jährigen Tochter zusammen und er zeigte mir die wichtigsten Griffe, um ein paar Lieder begleiten zu können.

Einige Jahre später traf ich ihn wieder und er fragte, ob ich die Gitarre noch besitze. Er wollte sie gerne um den gleichen Preis wieder von mir zurückkaufen. Da die Gitarre sowieso schon lange Zeit bei mir unbenutzt umherstand, verkaufte ich sie ihm zurück. Erst danach erfuhr ich, dass die Gitarre für ihn einen ideellen Wert besaß.

Er sagte, sie gehörte angeblich einmal Jeff Beck. Ob ich das glauben kann, weiß ich nicht. Jedenfalls hört sich die Geschichte doch nicht schlecht an, oder?

Zwei 3/4 (Kinder)-Konzertgitarren

Als mein Sohn ca. 10 Jahre alt war, kaufte ich bei Fa. Conrad zwei 3/4 Konzertgitarren. Wenn ich mich richtig erinnere, kostete ein Stück zirka 50 bis 60 Euro. Mein Plan war, durch gemeinsames Spielen die Freude am Musizieren und am Gitarre spielen zu wecken. Das klappte auch etwa ein halbes Jahr lang, dann verlor mein Sohn das Interesse. Er widmete sich eher schulischen und sportlichen Themen.

Die Gitarren schenkte ich einem Arbeitskollegen, der seinen beiden Kinder damit eine Freude machte. Die Kindergitarren hatten ein eher schmales Griffbrett und einen geringen Abstand der Saiten zueinander. Deshalb hatte ich das Problem, bei den Akkorden die benachbarten Saiten unabsichtlich leicht zu berühren. Deshalb wollte ich mich beim nächsten Gitarrenkauf auf eine 4/4 Konzertgitarre festlegen. "Je breiter, desto besser" dachte ich.

Meine erste 4/4 Konzertgitarre

Ich entdeckte in einem Prospekt von Lidl ein billiges Gitarren-Set, bestehend aus einer akkustischen Gitarre mit Nylon-Saiten, einem Stimmgerät, einer Fußbank und einem Lern-Heft mit CD. Auch eine billige Tasche war dabei und das Ganze um nur 49 Euro. Da mich die Idee, Gitarre zu lernen, nie richtig losgelassen hat, kaufte ich mir dieses Set. Ich dachte: Um 49 Euro kann ich nicht viel erwarten, aber was soll's.

Für den Preis klang die Gitarre gar nicht so schlecht. Ich übte die Griffe, an die ich mich noch aus meiner Jugendzeit erinnerte und arbeitete das im Set enthaltene Lern-Heft durch. Leider begann die Gitarre nach ca. acht Monaten unschöne Schnarr-Geräusche zu entwickeln. Trotz wechseln der Saiten und akribischer Suche nach der Ursache ließ sich das Schnarren nicht beseitigen. Somit entschloß ich mich, die Gitarre bei Lidl zu reklamieren. Ich muss sagen, ich war positiv überrascht: Mir wurde problemlos der gesamte Kaufpreis rückerstattet.

Meine zweite 4/4 Konzertgitarre

Mein Wunsch Gitarre zu spielen war ungebrochen. So kaufte ich sehr bald danach bei Fa. Conrad eine Konzertgitarre der Marke Yamaha C 40 M. Sie klang (und klingt noch heute) ausgezeichnet und kostete 139 Euro. Mit ihr spielte ich dann sehr gerne und regelmäßig. Ich versuchte mein Spiel mittels den Gratis-Videos auf YouTube zu verbessern.

Sie hat Nylonsaiten (was sonst) und ein extrem breites Griffbrett. Es dauert immer eine ganze Weile, bis ich mich vom schmalen Hals der E- und Western-Gitarren auf die Breite der Konzertgitarre gewöhne. Aber trotzdem hat es immer wieder seinen Reiz, mal wieder auf der Yamaha zu spielen.

Meine erste E-Gitarre

Ein Arbeitskollege, dessen Sohn damals E-Gitarre zu spielen begann, hatte sich aus Motivationsgründen gleich zwei Scheckter Diamond Floyd Rose Gitarren gekauft. Als sein Sohn schnelle Fortschritte machte, verlor mein Kollege die Freude am Spielen. Er bot mir die Scheckter zum Verkauf an. Er machte mir einen so guten Preis, dass ich unmöglich ablehenen konnte. Das war der Grundstein für mich, auch auf E-Gitarren zu spielen.

RockSmith

Ein junger Techniker-Kollege, der damals noch bei mir in Ausbildung war, fragte mich eines Tages, ob ich RockSmith kenne. Ich kannte es noch nicht. Auf sein Anraten hin legte ich mir dieses umfangreiche Lern-Programm für den PC zu. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie man als Einsteiger mit der E-Gitarre umgeht und in mehreren Mini-Games wird die Geschicklichkeit und Fertigkeit auf spielerische Weise trainiert. In der Standard-Version um ca. 60 Euro sind außer dem USB/Klinken-Kabel auch 50 Songs zum Üben inkludiert.

Ich kaufte nach und nach bei Steam noch weitere Songs und bin nach einigen Jahren noch immer sehr von dieser Software begeistert. Bis heute (2018) habe ich laut Steam-Statistik über 900 Stunden mit dieser Software Gitarre gespielt. So lange und intensiv habe ich noch kein anderes Computerspiel verwendet.

Billiges E-Gitarrenset

Da ich vom Gitarrenspiel geradezu bessesen war (und noch immer bin), legte ich mir eine Zweit-Gitarre inkl. Verstärker zu. Das Set kostete bei Conrad 119 Euro.

Die Gitarre habe ich zwei Jahre später einem Kollegen geschenkt, den Verstärker habe ich noch. Er ist im Linear-Modus in Verbindung mit einem Effekt-Gerät als Notlösung für kleine Räume geeignet, der Distorsion-Modus klingt aber grauenhaft. Vielleicht trenne ich mich auch bald von ihm.




B.B.King Lucille

Mit der Scheckter Gitarre besuchte ich dann schon ca. 1 Jahr wöchentlich einen Gitarrenlehrer in der Volkshochschule. Dieser inspirierte mich, mir eine neue und bessere E-Gitarre zuzulegen. Die Wahl fiel auf einen Gibson-Nachbau von Epiphone und zwar die B.B.King Lucille. Sie kostete 600 Euro inkl. eines robusten Gitarrenkoffers.

Das Besondere an dieser halbakkustischen Jazzgitarre ist neben der großen Abmessungen des Korpus die geschlossene Bauweise (keine Schall-Löcher, somit weniger Rückkopplung beim Spielen mit Verstärkern bei hoher Lautstärke) und der 6-fach Drehschalter, mit dem man die Pickups in unterschiedlicher Weise verschalten kann. Somit ergeben sich sehr viele Klangvariationen, auch wenn man ohne Effekt-Gerät spielt. Sie hat als Besonderheit zwei Klinken-Buchsen, die entweder getrennt nach Pickups oder gemeinsam auf einen Ausgang geschaltet werden können. Somit könnte man zwei verschiedene Verstärker anschließen und die Pickups einzeln mit Effekten verstärken. Das habe ich aber bis jetzt noch nie verwendet.

Auch beim Spielen ohne Verstärker (besonders am Abend in der Wohnung) ist die Lucille ein Hit. Durch die geschlossene Bauweise klingt sie leise und somit belästige ich nicht meine Nachbarn, wenn ich spät abends noch übe.

Randon Western-Gitarre

Weihnachten 2017 schenkte mir meine Frau meine zweite Western-Gitarre. Ich entschied mich für eine Randon RGI 60 CE in Fichte-massiv. Sie hat 12er Stahlsaiten drauf und klingt phantastisch. Auch ein Tonabnehmer mit Stimmgerät ist eingebaut. Sie ist zur Zeit meine Lieblings-Gitarre und ich liebe es auf ihr zu spielen. Anfangs waren die dicken Stahlsaiten etwas ungewohnt, aber nun möchte ich den satten Klang und die brillanten Höhen nicht mehr missen.

Wichtig war mir u. a. der Cutaway-Korpus, um auf leicht auf die höheren Töne ab Bund 13 zu gelangen. Bei meiner Konzertgitarre ist ja leider schon ab Bund 12 wegen des Gitarrenkörpers Schluss :-(



Sigma Western-Gitarre

Nach der Randon erweiterte ich meine Gitarrensammlung noch um eine weitere Western-Gitarre, nämlich um diese der Marke Sigma. Auch sie besitzt ein eingebautes Stimmgerät und einen Anschluss für einen Verstärker.